Meine Geschichte
Ich dachte lange, ich müsste anders sein,
um wirklich geliebt zu werden
Wenn du mich heute siehst, würdest du wahrscheinlich nicht vermuten, wie unsicher ich früher war und wie sehr ich meinen eigenen Wert davon abhängig gemacht habe, wie andere Menschen mich sehen.
Meine Schulzeit hat dabei einiges geprägt. Ich wurde von der 1. bis zur 11. Klasse immer wieder gemobbt und ausgegrenzt und irgendwann glaubst Du eben nicht mehr nur, dass andere gemein zu Dir sind.
Ich habe angefangen mich zu fragen, ob vielleicht wirklich etwas mit mir nicht stimmt.
Warum mögen sie mich nicht? Was ist falsch an mir? Was müsste ich anders machen, damit ich endlich dazugehöre?
Also habe ich angefangen, mich anzupassen und immer stärker darauf zu achten, wie ich sein muss, damit ich gemocht werde und bloß nicht wieder irgendwo anecke.
Was ich damals noch nicht wusste: Genau diese Angst vor Ablehnung und dieser Wunsch, unbedingt gewählt und geliebt zu werden, würden mich später auch in meinen Beziehungen begleiten.
Irgendwann beschloss ich: So möchte ich nicht weitermachen.
Was in meiner Schulzeit angefangen hatte, zeigte sich später auch in anderen Bereichen meines Lebens.
Ich zweifelte schnell an mir, hatte Angst vor Ablehnung und machte meinen eigenen Wert viel zu sehr davon abhängig, wie andere Menschen mich sahen und behandelten.
Ich passte mich an, stellte meine eigenen Bedürfnisse hinten an und blieb viel zu lange in Situationen, von denen ich eigentlich längst wusste, dass sie mir nicht gut taten.
Auch in Beziehungen merkte ich irgendwann, dass ich viel zu oft kämpfte und festhielt, anstatt mich zu fragen, was ich eigentlich möchte und ob das, was ich da gerade erlebe, überhaupt noch zu mir passt.
Und obwohl ich vieles davon irgendwann verstand, konnte ich es nicht einfach abstellen.
Genau das war für mich einer der entscheidenden Punkte. Ich wollte nicht mein ganzes Leben dieselben Themen mit mir herumschleppen und immer wieder an denselben Punkt kommen.
Also begann ich, mich viel intensiver mit mir selbst auseinanderzusetzen. Ich wollte verstehen, warum mich bestimmte Dinge so sehr treffen, warum ich in manchen Situationen immer wieder gleich reagiere und vor allem: Wie kann ich das jetzt wirklich verändern?
Dann änderte sich alles...
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich allein die Macht hatte, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Ich begann, mich von Beziehungen und Situationen zu lösen, die mir nicht guttaten und setzte mich immer intensiver mit mir selbst auseinander: mit meinem Selbstwert, meinen Emotionen, alten Glaubenssätzen und den Erfahrungen, die mich bis dahin geprägt hatten.
Durch Selbstreflexion und die intensive Arbeit an meinen eigenen Themen begann ich immer besser zu verstehen, was da eigentlich in mir passierte und vor allem, was ich verändern konnte.
Je mehr sich in mir veränderte, desto mehr veränderte sich auch mein Leben im Außen.
Plötzlich fühlte sich nicht mehr alles wie ein Kampf an. Ich begann, mich selbst wieder wichtiger zu nehmen, andere Entscheidungen zu treffen und mir ein Leben aufzubauen, das sich immer mehr nach MIR anfühlte.
Und genau diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie unglaublich viel sich verändern kann, wenn wir aufhören zu glauben, dass wir eben so sind und anfangen, wirklich mit dem zu arbeiten, was uns bisher zurückgehalten hat.
Heute
Heute habe ich eine Beziehung zu mir selbst, von der ich früher nicht einmal wusste, wie sie sich anfühlen kann.
Nicht, weil ich keine unangenehmen Emotionen mehr habe oder in meinem Leben immer alles nach Plan läuft, sondern weil ich mich selbst darin nicht mehr verliere und immer wieder aufbaue.
Und genau deshalb mache ich heute diese Arbeit.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn du eigentlich spürst, dass du etwas verändern möchtest und trotzdem immer wieder an denselben Punkten landest. Und ich weiß heute auch, wie unglaublich viel möglich werden kann, wenn du beginnst, wirklich an den Themen zu arbeiten, die dich bisher zurückgehalten haben.
Genau dabei möchte ich Frauen heute unterstützen.
Nicht dabei, irgendeine perfekte Version von sich selbst zu werden, sondern sich selbst wieder wichtiger zu nehmen, mit den eigenen Emotionen anders umgehen zu können, sich mehr zuzutrauen und das eigene Leben immer mehr danach auszurichten, wie man es wirklich führen möchte.
Denn eine Sache hat mir mein eigener Weg sehr deutlich gezeigt:
Du musst nicht für immer die Frau bleiben, die du aufgrund deiner bisherigen Erfahrungen geworden bist.
Du darfst herausfinden, wer du bist, wenn das, was dich heute noch zurückhält, immer weniger Macht über dein Leben hat und vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem auch deine Geschichte eine neue Richtung bekommt.
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